Physikalische Konvertierung und die Laufwerksgröße
Eine Anwendung (läuft auf einem Windows XP OS), welche für die Verwaltung von AVAYA VoIP Telefonen zuständig ist, soll virtualisiert werden, weil die Hardware (welche übrigens auf einem DELL Dimension E520 lief) schon älter als 4 Jahre ist und dafür kein Support mehr besteht. Die Anwendung hat keine großartigen Anforderungen an Systemperformance, diese benötigt lediglich 1 CPU-Kern und 512 – 1024 MB RAM. Die intern verbaute SATA-Festplatte, hat eine Größe von 240 GB.
Die Konvertierung wurde mit dem System Center Virtual Machine Manager 2008 R2 durchgeführt. Die Festplatte habe ich 1 zu 1 übernommen und somit hatte die VHD-Datei eine größe von 250 GB. Der tatsächlich verwendete Platz vom System liegt bei ca. 15 GB.
Mit der Zeit kamen einige anderen VM’s auf den Hyper-V Server drauf, somit wurde auch der Festplattenplatz knapper und ich musste etwas Platz freimachen. Als erstes ist mir die VM mit der 250GB VHD-Datei aufgefallen und so bin ich vorgegangen:
- Virtuelle Maschine ausgeschaltet
- VHD-Datei auf ein ext. Laufwerk gesichert
- Auf einem Windows Server 2008 R2 die VHD-Datei mittels Datenträgerverwaltung eingebunden
- Virtuelle Festplatte mittels Datenträgerverwaltung verkleinert
- Virtuelle Festplatte vom System getrennt
- Durch meine Anleitung (Hyper-V: Verkleinern einer virtuellen VHD Festplatte) die virtuelle Festplatte verkleinert
- Die virtuelle Festplatte nun wieder in die VM eingebunden und die VM gestartet
Nun kommt der Trick bei der ganzen Sache: Das Windows Betriebssystem schreibt die MFT (Master File Table) in die Mitte der Partition. Nach der Verkleinerung meiner virtuellen Festplatte konnte ich nur ca. 100 GB an freien Platz gewinnen, weil die MFT im Weg steht.
Mit PerfectDisk 11 Home Premium (30 Tage Testversion) habe ich die Festplatte online (Consolidate Free Space) defragmentiert und zum Schluss habe ich noch die Offline Defragmentierung gewählt, weil PreferctDisk in der Lage ist, die MFT auf der verkleinerten Festplatte wieder in die Mitte der Partition zu verschieben. Mit den oben beschriebenen Schritten und der online / offline Defragmentierung konnte ich letztendlich meine VHD-Datei auf eine Größe von 20 GB herunterschrauben, was nun meinen Hyper-V Server sehr freut
Wenn ich noch Infos oder Hilfe hierzu benötigt, schreibt mir ruhig Kommentare.
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