Seit Windows 7 gibt es die Möglichkeit, virtuelle Festplatten in VHD Format zu erstellen. Diese virtuellen Festplatten können auf einer externen Festplatte, oder auch einem USB-Stick gespeichert und vom jedem Windows 7 Betriebssystem ins System eingebunden werden.
Um eine virtuelle Festplatte zu erstellen, sollte als erstes die Computerverwaltung aufrufen, hierfür gibt es 3 Möglichkeiten:
- Unter Start - Systemsteuerung - Verwaltung die Computerverwaltung öffnen
- Unter Start, Computer mit der rechten Maustaste betätigen und anschließend auf Verwalten klicken
- Die Tastenkombination Windowstaste + R drücken, somit erscheint das Ausführenfenster, dort compmgmt.msc eingeben und mit Enter bestätigen
Nachdem ein der drei oben genannten Schritte ausgeführt wurde, erscheint das Computerverwaltungsfenter

Windows 7: Computerverwaltung
In der Computerverwaltung unter Datenspeicher, die Datenträgerverwaltung öffnen. Nach kurzer Wartezeit werden alle Festplatten und falls vorhanden auch die Wechseldatenträger aufgelistet. Nun im Menü unter Aktion, den Punkt Virtuelle Festplatte erstellen betätigen, somit öffnet sich ein neues Fenster.

Windows 7: Virtuelle Festplatte erstellen und anfügen
Nun gibt es die Möglichkeit eine virtuelle Festplatte zu erstellen. Als erstes sollte der Speicherort für die virtuelle Festplatte angegeben werden, dieser kann durch den “Durchsuchen” Button ausgewählt werden. Nachdem der Speicherort ausgewählt worden ist, sollte die Größe der virtuellen Festplatte angegeben werden.
Zum Schluß bietet das System 2 Formate der virtuellen Festplatte an:
- Dynamisch erweiterbar: Durch dieses Format wird die Größe der virtuellen Festplatte auf eine fest maximale Größe erweitert, während Daten darauf gespeichert werden.
- Feste Größe: Für dieses Format wird die virtuelle Festplatte unabhängig von der darauf gespeicherten Datenmenge ein fester Speicherplatz verwendet.
Um diese beiden Methoden mit simplen Worten zu beschreiben:
Eine Dynamisch erweiterbare virtuelle Festplatte beansprucht auf dem Dateisystem wirklich nur so viel platz, wie viel auch tatsächlich auf der virtuellen Festplatte beansprucht wird. Beispiel: Eine virtuelle Festplatte die dynamisch erweiterbar ist, wird mit einer Größe von 20 GB erstellt. Auf dieser virtuellen Festplatte werden Datenmengen von 3 GB abgelegt, somit werden auch nur 3 GB auf dem Dateisystem beansprucht. Jedoch kann sich die dynamisch erweiterbare Festplatte nur bis zu 20 GB ausweiten.
Bei der virtuellen Festplatte mit der festen Größe, werden sofort die 20 GB auf dem Dateisystem beansprucht, egal ob sich auf der virtuellen Festplatte nur 3 GB Daten befinden.
Nachdem die virtuelle Festplatte erstellt wurde, landet diese in der Auflistung der Festplatten (mittlere Spalte, unten). Die neu erstellte virtuelle Festplatte wird zunächst als ein unbekannter und nicht initialisierter Datenträger aufgelistet.

Windows 7: Datentraegerverwaltung, Festplattenübersicht
Um diese neu erstellte virtuelle Festplatte dem System bekannt zu machen, muss diese erstmal initialisiert werden. Diese Datenträgerinitialisierung starte man, in dem auf den Datenträger 3 (die Zahl ist vom System zu System unterschiedlich, je nach Festplattenanzahl) mit der rechten Maustaste klicken und den Punkt Datenträgerinitialisierung wählen.

Windows 7: Datenträgerverwaltung, Festplatte initialisieren
Nachdem auf die Datenträgerinitialisierung geklickt wurde, erscheint ein neues Fenster, welches einfach mit OK bestätigt wird. Zum Schluss muss der virtuellen Festplatte ein Laufwerksbuchstabe zugewiesen werden, dieses erfolgt ebenfalls mit einem rechtsklick auf den Datenträger 3 und dann auf “Neues einfaches Volume”

Windows 7: Datenträgerverwaltung, neues einfaches Volume erstellen
Anschließend öffnet sich ein Assistent zum Erstellen neuer einfacher Volumes. Die virtuell erstellte Festplatte wird genauso behandelt, wie eine physische Festplatte in dieser Hinsicht.